Geburtsschmerzen und Schmerzmittelbedarf bei Wassergeburten versus anderen Geburtsmethoden

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Für die meisten Frauen ist die Geburt das schmerzhafteste Erlebnis ihres Lebens. Zunehmend werden Wassergeburten empfohlen, da ein warmes Bad Entspannung, Schmerzlinderung und Wohlbefinden fördert. Die verschiedenen Methoden der medikamentösen Analgesie wirken nicht immer zufriedenstellend und haben zudem unerwünschte Wirkungen wie Bewusstseinstrübungen oder Atemdepression beim Kind. In einer Schweizer Studie sollten die Intensität der erlebten Geburtsschmerzen sowie der Bedarf an Analgetika bei verschiedenen Gebärmethoden verglichen werden. In einer prospektiven Studie über einen Zeitraum von zwölf Jahren wurden in einer Frauenklinik Daten von 12.103 spontanen Einlingsgeburten in Kopflage gesammelt. Es wurden Wassergeburten mit Geburten im Bett und auf dem Maiahocker verglichen, jeweils getrennt nach Erst- und Mehrgebärenden. Weiterlesen

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Irrigation bei Kolostomaträgern – mehr Kontinenz und Lebensqualität?

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Die Anlage eines endständiges Kolostomas hat für den Betroffenen weitreichende Folgen. Wahrgenommene Änderungen im Körperbild, das Gefühl von Unzulänglichkeit oder auch Depressionen, die Angst vor ungewolltem Stuhlabgang, vor Aufblähen der Stomabeutel oder vor schlechten Gerüchen können zur sozialen Angst oder Selbstunsicherheit führen. Eine Möglichkeit, diesen Komplikationen entgegenzuwirken, bietet die Kolonirrigation, also das Einbringen von Spülflüssigkeit in das Kolostoma zur Darmentleerung. Durch die regelmäßige Anwendung kann die Defäkation reguliert werden. Pflegewissenschaftler in Ankara, Türkei, haben die Wirksamkeit der Kolonirrigation im Hinblick auf die Stuhlkontrolle und die Lebensqualität untersucht. Weiterlesen

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Verkürzt das Kauen von Kaugummi die Dauer des postoperativen Ileuses bei Patienten nach abdominalchirurgischen Eingriffen und Stoma-Anlage?

referiert und kommentiert durch: Dr. Nils Lahmann

Postoperatives Auftreten eines Ileuses stellt eine vorübergehende Störung der Magen-Darm-Aktivität nach chirurgischen Eingriffen dar. Das Risiko einer derartigen Störung ist nach gastrointestinalen oder uroplastischen Eingriffen beträchtlich, da dabei oftmals in erheblichem Ausmaß, chirurgische Manipulationen bzw. rekonstruktive Chirurgie des Darmes notwendig sind. Das Kauen von Kaugummi wird in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, da dieses eine Nahrungsaufnahme vortäuscht und dadurch die Darmperistaltik (Motilität), durch wiederholte Stimulation, angeregt wird. Die Forscher der Universität von Virginia, USA, untersuchten die vorliegende Evidenz zu diesem Sachverhalt auch mit Hinblick auf mögliche Gefährdung der Patienten und die Effizienz der Maßnahme. Mittels eines systematischen Reviews sollte überprüft werden, ob durch das Kauen von Kaugummi die Dauer des postoperativen Ileuses verkürzt werden kann. Weiterlesen

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Einsatz von Antibiotika bei Heimbewohnern mit fortgeschrittener Demenz

referiert durch: Dr. Elke Mertens

Menschen mit Demenz verbringen ihren letzten Lebensabschnitt meist in einem Pflegeheim. Sie leiden dabei häufig an rezidivierenden Infektionen und fieberhaften Erkrankungen, was dazu führt, dass sie oft mit Antibiotika behandelt werden. Von dieser Antibiotikagabe erhofft man sich eine Verbesserung der Symptome und eine lebensverlängernde Wirkung. Der Nutzen ist jedoch umstritten, da die angezielte Wirkung bisher nicht nachgewiesen werden konnte und eine Antibiotikatherapie, vor allem oral verabreicht, für gebrechliche Ältere eine zusätzliche Belastung darstellen kann. Weiterlesen

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Artikel des Monats August 2012 – Patientenzufriedenheit und Schmerzmanagement vor und nach Implementierung einer Skala für verbal eingeschränkte Erwachsene

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens 

Akkurates Schmerzassessment ist eine elementare Aufgabe in der Gesundheitsversorgung und die wichtigste Voraussetzung für ein angemessenes Schmerzmanagement. Eine besondere Herausforderung ist die genaue Schmerzerfassung bei Patienten, die kognitiv eingeschränkt sind oder die sich krankheitsbedingt oder wegen Sedierung nicht verbal äußern können. Um das Schmerzassessment und -management bei verbal eingeschränkten Patienten zu erleichtern, wurde auf einer Intensivstation für Trauma- und neurochirurgische Patienten ein auf diese Personengruppe abgestimmtes Instrument eingeführt, die Adult Nonverbal Pain Scale (ANVPS).  Weiterlesen

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Telemedizin fürs Herz verbessert Lebensqualität

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens

Bei einer chronischen Herzinsuffizienz (CHI) kann das Herz die Peripherie des Körpers nicht ausreichend mit Blut versorgen. Um die Versorgung- und Servicequalität der Behandlung zu verbessern, startete 2006 die Deutsche Stiftung für chronisch Herzkranke gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse das Programm „Telemedizin fürs Herz“. Derzeit nehmen bundesweit 431 Patienten daran teil. Menschen mit einer CHI werden hierbei 27 Monate lang zusätzlich zur hausärztlichen Versorgung telefonisch von programmspezifisch geschulten medizinischen Fachkräften betreut. Ein Grundsatz ist Empowerment, das heißt, die Patienten sollen so viel Wissen, Kompetenzen und Selbstvertrauen erlangen, dass sie ihre Situation gut einschätzen und bei Dekompensationszeichen rechtzeitig angemessene Schritte unternehmen können. In der ersten Phase (sechs Monate) erhalten die Teilnehmer Schulungsunterlagen.  Weiterlesen

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Aufgeschoben ist meist aufgehoben

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

In der internationalen Literatur gibt es deutliche Hinweise darauf, dass Personalmangel zu schlechten Pflegeergebnissen und Schädigungen für die Patienten führt. Bislang war allerdings nicht bekannt, welche pflegerischen Handlungen in solchen Situationen ausgelassen werden. In einer amerikanischen Studie wurde dies nun erstmals gezielt untersucht. Hierzu wurden 107 ausgebildete Pflegekräfte und 66 Pflegehelfer der chirurgischen Stationen zweier amerikanischer Kliniken in sogenannten Fokusgruppen  interviewt. Weiterlesen

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Artikel des Monats Juli – Blasentraining und Miktionsprogramme bei Harninkontinenz

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Verschiedene Interventionen zur Förderung der Harnkontinenz sind seit langem bekannt und seit den 1970er Jahren hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht worden. Es gibt bereits vier Übersichtsarbeiten der Cochrane Collaboration, in denen Studienergebnisse zur Effektivität kontinenzfördernder Maßnahmen zusammengefasst sind. Diese Übersichtsarbeiten wurden in einer Metaanalyse verdichtet. Insgesamt wurden 22 Studien berücksichtigt, in denen die Wirksamkeit von Blasentraining oder von Miktionsprogrammen getestet wurde. Es konnten vier Gruppen von Erfolgsparametern kontinenzfördernder Maßnahmen gebildet werden: 1. Häufigkeit der Inkontinenz. Weiterlesen

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Rehabilitationsprogramm verbessert respiratorische Kapazität bei COPD

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) sind die drittteuerste Erkrankung nach Herzinsuffizienz und Schlaganfall. Als Hauptursachen gelten Tabakkonsum und Luftverschmutzung. Kennzeichnend ist eine progressive, gelegentlich auch reversible Obstruktion der Atemwege aufgrund einer chronischen Bronchitis oder eines Emphysems. Betroffene leiden unter physischen Einschränkungen und emotionalen Zuständen wie Angst. Neben der pharmakologischen Therapie sind Patientenschulung, Atemtraining, psychologische Unterstützung und körperliche Übungen wirksam. In Korea ist die COPD die vierthäufigste Todesursache. In einer Studie an einer Universität in Südkorea wurde die Effektivität eines pflegerischen Rehabilitationsprogramms für ältere Menschen mit COPD untersucht. Weiterlesen

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Effektivität eines Case-Management-Programms für ältere Menschen im Frühstadium einer Demenz und ihre Angehörigen

referiert und komenntiert von: Dr. Antje Tannen

Niederländische Forscher haben in einer randomisiert kontrollierten Studie die Effektivität eines Case-Management-Programms untersucht, das die Lebensqualität von pflegenden Angehörigen und von an Demenz Erkrankten im Frühstadium verbessern soll. Angehörige von an Demenz Erkrankten leiden häufig unter physischen, sozialen und psychischen Belastungen sowie unter finanziellen Nachteilen. Die Europäische Alzheimer Gesellschaft empfiehlt Case- Management-Programme für selbstständig lebende Demenzpatienten und ihre Angehörigen, nicht jedoch für Personen mit frühen auffälligen demenzbezogenen Screening-Befunden. Die Literatur belegt, dass multimodale Case-Management- Programme Krankheitsbelastung und Depressionen verringern und Wohlbefinden sowie Lebensqualität verbessern. Weiterlesen

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