Artikel des Monats Januar- Sturzprävention – was wirkt?

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens

Eine Gruppe britischer Sturzexperten hat unlängst in einer systematischen Übersichtsarbeit untersucht, inwieweit die Wirksamkeit von Strategien zur Sturzprävention in Krankenhäusern und Pflegeheimen wissenschaftlich belegt ist. In einem weiteren Schritt überprüften sie den Einfluss von Demenz und kognitiven Einschränkungen auf Sturzereignisse. Bei der Literaturrecherche wurden im ersten Schritt 1207 Quellen identifiziert, von denen 43 den inhaltlichen und methodologischen Einschlusskriterien entsprachen. In 13 der ausgewählten Studien war die Wirkung von mehr dimensionalen Präventionsstrategien in Krankenhäusern untersucht worden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesundheitsförderung, Sicherheit/Schutz | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Musik und Bewegungsübungen bei agitiertem Verhalten von Menschen mit Demenz

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens

Agitiertes Verhalten wird als eine der schwierigsten Herausforderungen in der Pflege demenziell erkrankter Menschen angesehen. Ziel einer randomisiert- kontrollierten Studie in Taiwan war es, dieWirkung einer standardisierten Gruppenintervention auf das Auftreten agitierten Verhaltens bei Pflegeheimbewohnern mit Demenz zu evaluieren. Hier zu wurden 18 der 36 Teilnehmer (26 Männer und 10 Frauen, Durchschnittsalter 77,6 Jahre) der Interventionsgruppe zugeteilt, die sich über einen vierwöchigen Zeitraum zweimal wöchentlich für jeweils 30Minuten traf. Während dieser Zeit wurden Musikstücke gespielt, die bei den Bewohnern bekannt und beliebt waren. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Coping/Stresstoleranz | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Elterlicher Optimismus bei krebskranken Kindern

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Patienten mit onkologischen Erkrankungen überschätzen häufig ihre Überlebenschancen. Gleiches gilt für Eltern krebskranker Kinder. Unklar ist bisher noch, welche Faktoren eine realistische Einschätzung der Prognose begünstigen. In einer Studie mit 194 Elternpaaren krebskranker Kinder sollte untersucht werden, ob die Eltern die Heilungschancen ihres Kindes günstiger einschätzen als die behandelnden onkologischen Pädiater und welche Einflüsse zu einer optimistischen Überschätzung des Krankheitsverlaufes beitragen können. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Coping/Stresstoleranz | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Integrierte Versorgung von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens

Krankenhauseinweisungen infolge Exazerbation chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) reduzieren die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen, hängen häufig mit einer Prognoseverschlechterung zusammen und verursachen Kosten für das Gesundheitssystem. Unter der Annahme, dass bei besserer Versorgung viele dieser Einweisungen verhindert werden könnten, wurde in spanisch-belgischer Zusammenarbeit ein einfaches, standardisiertes und leicht zu etablierendes Modell der integrierten Versorgung entwickelt und evaluiert. Zur Überprüfung des Versorgungsmodells wurden 155 Patienten (17 Prozent weiblich) in Barcelona (n = 113) und Leuven (n = 42), die sich wegen einer COPD Exazerbation in stationärer Behandlung befunden hatten, für eine zwölfmonatige Langzeitstudie gewonnen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Artikel des Monats Dezember – Weniger Krankenhauseinweisungen von Pflegeheimbewohnern durch klinischen Behandlungspfad

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens

Pneumonien und schwere Atemwegsinfektionen sind ein häufiger Grund für die Einweisung von Pflegeheimbewohnern ins Krankenhaus. Aus ökonomischer Sicht, aber auch, umzusätzliche Belastungen für die Betroffenen zu vermeiden, wäre es wünschenswert, solche Verlegungen zu umgehen. In einer kanadischen Studie wurde nun untersucht, ob ein klinischer Behandlungspfad hilft, die Einweisungsrate und die damit verbundenen Komplikationen und Kosten zu reduzieren.  Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Artikel des Monats November – Einflüsse auf die Wahrnehmung und den Ausdruck von Schmerz

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens

Aus alltäglichen Beobachtungen und einzelnen Studien ist bekannt, dass es Geschlechterunterschiede in der Wahrnehmung, dem Ausdruck und der Toleranz von Schmerzen gib. Beispielsweise haben Frauen niedrigere Schmerzschwellen als Männer und können Schmerz differenzierter beschreiben. Um die Unterschiede systematisch zu beleuchten, analysierten Miller & Newton Studien, in denen der Einfluss von Sozialisation und Selbstwirksamkeitserwartung auf das Schmerzerleben von männlichen und weiblichen Studienteilnehmern untersucht worden war. Die in den 1970er Jahren von Bandura entwickelte Theorie der Selbstwirksamkeitserwartung beschreibt, dass Menschen, die erwarten, in einer belastenden Situation kompetent und erfolgreich handeln zu können, solche Herausforderungen besser meistern, als Menschen, die an einem Erfolg zweifeln oder erwarten zu scheitern.  Weiterlesen

Veröffentlicht unter Coping/Stresstoleranz, Selbstwahrnehmung | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ambulante Beratung von Patienten mit Herzinsuffizienz

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Der Verlauf einer Herzinsuffizienz wird maßgeblich durch die Therapie, aber auch durch das Verhalten der Betroffenen beeinflusst. Die in evidenzbasierten Richtlinien empfohlene medikamentöse Therapie sowie die ebenfalls empfohlene Patientenschulung werden durch niedergelassene Ärzte oft nur unzureichend angeboten. Besonders benachteiligt sind ethnische Minderheiten. In einer Interventionsstudie in New York wurde ein speziell an die nichtweiße Bevölkerung des Stadtteils Harlem gerichtetes pflegerisches Beratungsprogramm untersucht. Erwartet wurde, dass durch dieses Programm die Zahl der Einweisungen ins Krankenhaus sinkt und sich die physiologischen Funktionen der Betroffenen verbessern. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesundheitsförderung, Lebensprinzipien | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hausbesuche durch Psychiatriepflegekräfte bei postnataler Depression

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Frauen mit postnataler Depression leiden unter Stresssymptomen, die die Interaktion zwischen Mutter und Kind negativ beeinflussen können. Zudem können sie die Entwicklung des Kindes stören und die psychische Gesundheit des Partners beeinflussen. Besonders innerhalb der ersten vier Monate nach der Entbindung ist das Risiko zu erkranken erhöht. Psychosoziale Interventionen haben sich hier als wirksam erwiesen, jedoch wurde deren Erfolg bisher wenig untersucht. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Coping/Stresstoleranz | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Schlüssel zum erfolgreichen Medikamenten-Selbstmanagement

referiert und kommentiert von: Dr. Elke Mertens

Viele zu Hause lebende ältere Menschen müssen täglich Medikamente einnehmen. Falsche Dosierungen oder das Vergessen der Einnahme können stationär zu behandelnde Gesundheitsstörungen nach sich ziehen. Was führt zu diesen Fehlanwendungen? Um das herauszufinden, wurde kürzlich in den USA eine qualitative Studie durchgeführt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Coping/Stresstoleranz, Gesundheitsförderung | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Body-Mass-Index-Warnung?

referiert und kommentiert von: Dr. Antje Tannen

Zunehmend mehr Menschen leiden an Übergewicht. Sie haben ein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit, Diabetes mellitus II, degenerative Gelenkerkrankungen, Gallensteine, Hypertonus, obstruktive Schlafapnoe und verschiedene Krebserkrankungen. Hausärzte sollen diesen Patienten Maßnahmen zur Gewichtsreduktion empfehlen, wie Diät, Sport, eventuell Medikamente und Programme zur Gewichtsreduktion oder chirurgische Eingriffe. Häufig übersehen Hausärzte aber die Diagnose Adipositas oder geben übergewichtigen Patienten nicht die entsprechenden Ratschläge. Es gibt Studien, in denen sich eine elektronische Aufforderung in der Patientenakte als effektiv erwiesen hat, zum Beispiel bei Impfterminen. Die Studienlage bezüglich einer elektronischen „Warnung“ bei einem auffällig hohen BMI war bisher noch unzureichend. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ernährung, Gesundheitsförderung | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar